Winterborn, 15. September 2018

Rundendrehen auf dem Land

Im letzten Zipfel der Pfalz liegt Winterborn, eine 200 Seelen-Gemeinde, dessen berühmtester Sohn einer der Mitbegründer der BASF war. Dort lebt auch Tatjana Reis, die sich 2005 auf ihrer Kilimandscharo-Wanderung in den Wanderführer verliebt. Inzwischen ist sie mit dem ehemaligen Spitzenläufer und Sieger des Mannheim-Marathons 2008 Gisamoda Gidumbanda verheiratet und die beiden haben "Vision Tansania" ins Leben gerufen, einen Verein, der sich vor allem um Brunnenbau in Gisamodas Heimat kümmert, aber auch um Schülerwohnheime und andere Dinge, die die Menschen dort voran bringen. Recht schnell kamen sie auf die Idee eines Benefizlaufs und dieser "Lauf für Wasser" fand in diesem Jahr nun schon zum 12. Mal statt. Das Konzept ist denkbar einfach: die Veranstaltung dauert 24 Stunden, beginnt samstags um 11 Uhr. Die Runde misst gut 3,4 km und hat 55 Höhenmeter. Jeder läuft, walkt oder geht so viele Runden wie er kann oder wie er will. Und bezahlt dafür oder läßt Sponsoren zahlen. Jede Runde "kostet" 3 €, wer länger als Marathon läuft, zahlt 1 €/Runde. Oder läßt Sponsoren zahlen. Jeder kann ein- und aussteigen wie er lustig ist.

Klaus war schon öfter dort, Peter und ich fanden zum ersten Mal den Weg nach Winterborn. Wir kamen so gegen 13.30 h dort an, begrüßten noch vorm Check-In erste Bekannte, ließen uns eine Startnummer verpassen und schon ging es los. Die Runde ist sehr kurzweilig, ausgeschildert war sie zwar im Uhrzeigersinn, aber man konnte sie auch rückwärts laufen - Hauptsache, man ließ sich unten in Winterborn zählen.

Klaus lief nicht, er walkte - und das bis Mitternacht. Am Ende hatte er 53,61 km in 10:25 h auf dem Tacho. Peter hatte sich 30 km vorgenommen und lief die ziemilch genau im 6er Schnitt. Ich hatte es leider nicht so gut getroffen. Geplant hatte auch ich 3 Stunden, aber meine neuen Schuhe, die mich schon beim gemeinsamen Laufdebut nach gut einer Stunde im Fußgewölbe scheuerten, taten das auch am Samstag wieder. So hörte ich nach 3 h auf zu laufen, zog meine Barfußschuhe an und wanderte noch eine Runde mit einer Familie aus Weisenheim am Sand und Bobenheim am Berg, die ich auf der Strecke kennengelernt habe.

Eine schöne Veranstaltung mit einer SUUUUPER-Kuchentheke, der Peter nach getaner Laufarbeit zwei Stück Schwarzwälder abtrotzte.

Text Gabi

Fotos Gabi & Klaus

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