am Neckar, 29. August bis 05. September 2020

Alles im... pardon AM Fluß

Am Samstag, den 29.08. ging es mit dem Zug nach Schwenningen, wo sonntags an der Quelle der Neckarlauf gestartet wurde. In der dortigen Turnhalle, wo wir Läufer übernachten konnten, traf ich viele bekannte (aber auch neue) Läufergesichter. Nach einem Eröffnungsessen und einem kurzen Briefing ging um 21:00 Uhr das Licht der Halle aus, da wir bereits um 5:00 Uhr morgens wieder geweckt wurden. Nach einem kurzen Fußmarsch zur Quelle und den obligatorischen Fotos wurden wir auf die 377 km lange Reise bis zur Mündung des Neckars in den Rhein geschickt. Der erste Tag führte uns mit Regen als ständigem Begleiter ins 57 km entfernte Sulz-Mühlheim in eine kleine Halle. Wir staunten nicht schlecht, als wir erfuhren, dass hier keine Duschen vorhanden waren.

Die 2. Etappe ging über 47 km nach Tübingen, wo die ganz hartgesottenen im Freibad zelteten. Auch hier gab es nur eine kalte Dusche für alle. Ich zog es vor mit Marion Möhle vom LT Hemsbach in einem Hotel zu übernachten, da wir auch heute wieder ordentlich von oben nass wurden. Abends gönnten wir uns im Brauhaus ein gutes Abendessen gemeinsam mit anderen Läufern. Auf der 2. Etappe fühlte ich mich gar nicht gut und hatte bei diesem Etappenlauf heute am Meisten zu kämpfen.

Doch es sollten bessere Lauftage folgen: Am 3. Tag ging es wie immer morgens um 06:20 Uhr auf die fast 53 km lange Strecke nach Lichtenwald. In Plochingen machten wir einen ca. 7 km langen Umweg vom Neckar, um nach ordentlich Höhenmeter in der modernen und großen Turnhalle übernachten zu können. Kurz vor dem Anstieg wurden wir dabei nochmal von heftigem Regen erwischt. In der Halle angekommen, suchte sich jeder seinen Platz in der Halle, rollte seine Unterlage aus und machte sich ans Trockenföhnen der Laufschuhe. Wie jeden Tag kochte das Helferteam das Abendessen für den etwa 70 Mann starken Tross selbst.

Vor der 4. Etappe hatte ich gehörigen Respekt, waren doch über 68 km zu absolvieren. Ich hatte mir wohl die Tage zuvor gut eingeteilt, sodass dieser (endlich mal trockene) Tag vom Gefühl her, mein Bester wurde. Bei Kilometer 60 erwartete uns dabei noch ein Hügel, den wir mit Hilfe von 178 Stufen erklimmen mussten. Da meine Tochter Anna nur 20 km entfernt vom Etappenort Besigheim wohnt, kam sie mit ihrem Freund Adrian zu Besuch. Das gab nochmal eine Portion extra Motivation. Nach dieser langen Etappe gönnten wir uns eine weitere Nacht in Hotelbetten!

Nach der längsten folgte die kürzeste Etappe mit 46 km nach Gundelsheim. Hier kannte ich weite Teile der Strecke bereits, da ich zu Corona-Zeiten hier mit Michael einen virtuellen Marathon absolviert hatte. Vom Kopf her war diese Etappe nach der gestrigen Langen eine schwierige für mich. Irgendwie fehlte da wohl die Anspannung.

Nach einer weiteren Nacht im Hotel folgte die 2. längste Etappe nach Neckargemünd mit 57 km und über 600 Höhenmeter – und das an einem Fluss. Aber am Ende der Etappe mussten wir zum Dilsbergerhof hinauf, wo die zweite Zeltübernachtung auf einer Wiese ohne jegliche Infrastruktur anstand. Zum Glück war Michael bereits mit unserem Wohnmobil da. So konnte ich die Nacht doch recht komfortabel verbringen. Es gab Läufer, die schliefen auf ihrer Matte, nur geschützt durch eine provisorische Plane über dem Kopf.

Jetzt fehlten nur noch die finalen 48 km nach Mannheim. Auch diese Strecke ist mir sehr vertraut, habe ich doch hier häufig für meinen allerersten Marathon trainiert. Zum Abschluss hat mich Michael auf der Etappe begleitet. An der Mündung des Neckars in den Rhein bei km 41,6 wurden dann die obligatorischen Bilder geschossen, bevor die fehlenden 6 km über die Friesenheimer Insel nach Sandhofen vollgemacht wurden. Glücklich, mal wieder einen Etappenlauf absolviert zu haben, nahm ich Medaille und Pokal in Empfang und genoss das Zielbier.

Es war eine 52 Stunden lange, ereignisreiche Reise am Neckar entlang, mit Kälte, Regen, Hitze, Höhen und Tiefen, Entbehrungen aber vor allen Dingen mit unvergesslichen Erlebnissen mit interessanten und tollen Menschen!

Text und Fotos Annette

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zuhause, 09. August 2020

Die schnellen Hirsche rennen durch den Wald

Unsere schnellen Hirsche (Josef, Sascha, Stefan) trainieren auch bei diesem Wetter sonntags zusammen - nicht immer alle drei, aber diese drei in unterschiedlichen Konstellationen. Diese Woche sind sie schon um 8 Uhr morgens los. Wer sich anschließen möchte, sollte sich vorher erkundigen, wann es losgeht.

Stefan ist derzeit so fit, daß er die anderen beiden in Grund und Boden rennt :-) - so ist er diesmal schon eine Stunde "vorgelaufen" bis sich die anderen beiden anschlossen. Die Jungs sind mutig, rote Shirts zu tragen, das kann ganz schnell ein Ton-in-Ton mit dem Gesicht werden :-)

Text Gabi, Fotos Stefan und Josef

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Frankweiler, 04. Juli 2020

Kein Fiasko beim Pfalzfiasko

Unter Coronabedingungen finden erste vorsichtig organisierte Wettkämpfe mit wenigen Teilnehmern statt. So auch in der Südpfalz der "Pfalzfiasko", ein  mit Höhenmetern gespickter Trail mit Start und Ziel in Frankweiler. "Fiasko" deshalb, weil der Organisator in den Weiten des Internets auch unter dem Namen "Elias Fiasko" sein Unwesen treibt.

Vom LT waren Jochen und Stefan dort, Stefam schreibt dazu:

Es gab seiten LT WaB zwei Teilnehmer und glücklicne Finisher (Jochen war auch dabei). Tolle Strecke. Heisses Wetter. Start erst so 9.15. War echt super. Eine 10 Minuten extra Schleife und zweimal den Josef gemacht ansonsten gut durchgekommen als gesamt 5.

Fotos auch von Stefan

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Hemsbach, 9. Mai 2020

Mein 250. (Ultra)Marathon

Am Samstag war es soweit: Wir durften wieder einen offiziellen Wettkampf bestreiten - und das nach 9 Wochen Corona Pause. Dies war aber auch nur möglich, da der Lauf überwiegend in Hessen stattfand, wo die Corona-Bestimmungen schon weiter gelockert sind als in anderen Bundesländern.  Es sollte für mich mein 250. (Ultra)Marathon werden, den ich eigentlich schon im März geplant hatte zu laufen.

Zudem mussten natürlich besondere Corona-Regeln eingehalten werden: Es gab einen individuellen Start mit einem 2-stündigen Zeitfenster in zulässigen Kleingruppen und die Start- und Zielzeiten musste man in eine ausliegende Teilnehmerliste eintragen, die an der Windschutzscheibe des Autos des Veranstalters hing.

Ich lief meinen Jubiläumsmarathon zusammen mit Michael. Von der Förster-Braun-Hütte ging es auf die 577 m hohe Tromm im Odenwald, wo wir traditionsgemäß bei km 25 eine kurze Pause am dortigen Ireneturm einlegten. Unterwegs überholten wir teilweise die Frühstarter, teilweise wurden wir auch immer wieder von den schnelleren Spätstartern überholt. Nach der Tromm ging es bergab nach Zotzenbach, wo wir auf dem Friedhof unserer Wasserblasen auffüllten. In Mörlenbach schickte ich Michael in den Supermarkt für mich eine Flasche Cola für die letzten 15 km zu kaufen. Ich ging derweil zu Fuß weiter, bis Michael am Anstieg zur Juhöhe wieder auf mich auflief, wo wir nochmals auf 371 m Höhe „klettern“ mussten. Oben angekommen stärkten wir uns noch schnell mit einem kalten Hopfengetränk, bevor es tendenziell wieder abwärts zum Ziel im Wald bei Hemsbach ging.

Selbstverständlich musste eine „Feier“ zu meinem 250. (Ultra)Marathon wegen der Corona-Regeln ausfallen, aber es war umso schöner, den ein oder anderen Laufkameraden wieder zu treffen!

(Annette)

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Laufen zu Corona-Zeiten: Stefan (und Sascha)

Sascha und ich waren zweimal länger unterwegs. Ostermontag und am 26. April. So 22 km. Bobenheim, Weisenheim, Laurahütte, Weilach, Heidenfels, Lindemannsruhe, Ungeheuersee, Muräne bei schönstem Wetter.

Ansonsten laufe  ich in Asselheim und Umgebung einsam meine Morgensfrührunden. oft mit tollem Sonnenaufgang

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Laufen zu Corona-Zeiten: Annette und Michael

Wie es sich für unsere Marathonsammler gehört, laufen sie auch zu Kontaktsperrezeiten offizielle (virtuelle) Marathons. Wie das funktioniert, erklärt Annette anhand von zwei neuen Zählmarathons:

Tangermünder Elbdeichmarathon #Coronathon

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Da wir uns nicht zu den Trainingsweltmeistern zählen können, fehlte uns das Salz in der Suppe – sprich die Wettkämpfe. Unser letzter Marathon datierte vom 07. März. Danach wurden die eingeplanten Läufe Bienwald Marathon, 24h von Heilbronn, Pfälzer Bergland Trail und der Weinstraßen Marathon abgesagt bzw. in den Herbst verlegt.

Glücklicherweise gibt es kreative Veranstalter! So wurden wir im Netz auf den #Coronathon aufmerksam. Er sollte den 13. Tangermünder Elbdeichmarathon ersetzen. Für diesen Lauf mit Start in der Hansestadt Tangermünde an der Elbe im nördlichen Sachsen-Anhalt hätten wir knapp 600 km einfach auf Deutschlands Straßen zubringen müssen. Die Virtualität dieses Laufes ersparte uns jedoch die lange Autofahrt und ermöglichte uns in einem Zeitfenster von 4 Tagen die 42,2 km in heimischen Gefilden unter die Laufschuhe zu nehmen. Also trugen wir uns in die Teilenehmerliste ein, druckten unsere Startnummern aus und planten eine Strecke mit Hilfe von Komoot.

Am Samstag den 18.04. machten wir uns auf den Weg zum Wormser Dom. Von unserer Haustüre ging es los nach Weisenheim am Berg, weiter nach Sausenheim und dann über die dort höchsten Erhebungen teils auf dem Weinsteig und Mandelpfad nach Bockenheim. Insgesamt sollte der Lauf etwa 600 Höhenmeter haben. Da ich nach der Hälfte in Bockenheim schon ziemlich entkräftet war, trennte ich mich von Michael, der die geplante Strecke nach Worms in Angriff nahm. Ich lief dann in etwa die Strecke des Weinstraßen Marathons zurück nach Dürkheim, wo ich am Fass meine 42,2 km voll machen konnte.

Dann ging ich schnell nach Hause, setzte mich ins Auto, um Michael in Worms abzuholen. Auch er war jetzt ziemlich fertig, da ich eine wirklich schwere Strecke geplant hatte. Nicht nur die Höhenmeter, auch die Wegbeschaffenheit, teils über Äcker und viel Treibsand hatten ihm zu schaffen gemacht. Jedoch war er von der Streckenführung sehr angetan – ging es doch kilometerlang direkt an der Pfrimm in Richtung Worms.

Was ist jetzt nach einem solchen virtuellen Lauf noch zu machen? Finisherfoto schießen und ein Beweisbild der GPS-Uhr an den Veranstalter schicken. Schon abends konnte wir nach der Überprüfung der Strecke unser Ergebnis in der Ergebnisliste finden und uns unsere Urkunden ausdrucken.  Drei Tage später waren dann auch schon unsere Finisher-Medaillen im Briefkasten. Man muss schon sagen, ganz besondere Stücke für einen besonderen Lauf in besonderen Zeiten!

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HAJ #stayathome Hannover Marathon

Immer mehr Veranstalter wandeln ihre Läufe in virtuelle Läufe um. So konnten Michael und ich dieses Wochenende schon wieder einen Marathon laufen.

Auch beim #stayathome Hannover Marathon war eine nachträgliche Anmeldung möglich. Gerne haben wir an den Veranstalter auch einen freiwilligen Solidaritätsbeitrag überwiesen. Wir wollen ja in Zukunft auch wieder „richtige“ Läufe machen können. Auch diesmal konnten wir uns wieder Startnummern ausdrucken und unsere Finisher Medaillen wurden uns sogar schon am Freitag zugeschickt.

Diesmal sollten es aber etwas weniger Höhenmeter als letztes Wochenende werden. Deshalb habe ich wieder über Komoot einen Lauf in die Südpfalz geplant. Michael wollte unbedingt durch den Ordenswald, aber das sollten wir noch bereuen. Über Wachenheim, Deidesheim und Mußbach ging es in den östlich von Neustadt gelegenen Wald. Ein wunderbares Fleckchen Erde, schön flach und mit z.Zt. blühendem Ginster überall. Das Problem nur war meine Planung: Es ging wieder über Trampelpfade und knöchelhohen Sandwegen richtig kräftezehrend durch den Wald. So machten wir nach der Hälfte eine richtige Pause, um zu rasten. Zurück ging es dann über Haßloch, Meckenheim und Niederkirchen, wo unsere Trinkvorräte endgültig aufgebraucht waren. Da sich dort weit und breit kein Supermarkt befindet, waren wir froh, zufällig am Friedhof vorbei zu kommen. Dort machten wir anscheinend einen älteren Mann glücklich, der sich in angemessenem Abstand mit uns längere Zeit unterhielt. Und wir waren glücklich über etwas kühles Friedhof-Wasser! Frisch gestärkt nahmen wir die restlichen Kilometer unter die Füße.

Zu Hause wurden dann wieder die obligatorischen Finisher Bilder mit unseren Medaillen geschossen und auf der Sonderseite des Hannover Marathons hochgeladen. Die Urkunde konnten wir uns dann auch direkt ausdrucken.

Läuferische Langweile sollte bei uns in nächster Zeit nicht aufkommen: Als nächstes steht der Düsseldorf Marathon auf unserer Agenda, den man in der Zeit vom 24.04. – 21.05.2020 absolvieren kann. Wer also mal Lust hat, so etwas auszuprobieren…..

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Virtueller Marathon – die Dritte

Am Samstag sind wir mal wieder außerhalb unseres Reviers unterwegs gewesen. Wir haben uns den Neckarradweg ab Heilbronn Richtung Süden vorgenommen. Nach 1 km waren wir im Wertwiesenpark, den wir bestens von unseren 24h-Läufen her kannten. Weiter ging es über Sontheim nach Lauffen am Neckar. Dort machten wir einen kurzen Abstecher auf eine kleine Insel mit der Rathausburg, die durch die Grafen von Lauffen auf dem Kirchberg als Wasserburg erbaut wurde. Danach ging es über die alte Neckarbrücke aus dem Jahr 1474 und immer am Neckar entlang. Am Kernkraftwerk Neckarwestheim vorbei gelangten wir nach Kirchheim, wo uns noch wenige Kilometer zum Halbmarathon fehlten. Nach der Wende ging es auf gleichem Weg zurück - jedoch nicht bevor wir uns in Kirchheim ein Eis und Milchshake schmecken ließen. Auf dem Rückweg kamen wir wieder an den beiden imposanten Prallhängen des Neckars vorbei – steile Wände mit Weinbergen kultiviert.

Zum Ende hin wurde es für uns Beide wieder recht zäh. Uns fehlt wohl doch das gemeinsame Training mit unserem LT! Trotzdem konnten wir auch diesen Marathon, den Düsseldorfer Metro Marathon, beenden.

Wir freuen uns schon Beide auf das nächste Wochenende: Ab da dürfen wir alle wieder unter Beachtung der örtlichen Corona-Regeln ganz offiziell laufen!

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